Gemeinsame Wahlprüfsteine des VPH - Verband der Privaten Hochschulen  und des VDP - Verband Deutscher Privatschulverbände

Bildung braucht Freiheit,

  1. -    weil Pluralität nur  durch vielfältige Bildungsangebote von  Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft als Alternative zu staatlichen Bildungsangeboten sichergestellt werden kann.

  2. -    weil Bürger unmittelbar, z.B. durch Eigeninitiative und durch Nutzung der Wahlmöglichkeiten, mitgestalten und sich engagieren wollen.
  3. -    damit professionelle Lehrorganisationen flexible und praxisnahe Bildungsangebote mit persönlich engagierten Lehrkräften und Dozenten entfalten können.

  4. -    damit im Bildungswesen schnell, effizient und serviceorientiert auf aktuelle und zukünftige Entwicklungen und Bedarfslagen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft reagiert werden kann,

  5. -    um sicherzustellen, dass auch Lernende aus nichtakademischen Elternhäusern ebenso wie hervorragende Talente ihre individuellen Bildungspotentiale optimal ausschöpfen können,

  6. -    damit Internationalität, Integration, Gleichwertigkeit in allen Bildungsbereichen  und    Chancengerechtigkeit für die Gesellschaft selbstverständlich sind,

  7. -    weil private Bildungseinrichtungen sich stetig im Wettbewerb der unabhängigen Qualitätssicherung der Angebote stellen und damit die Qualitätsentwicklung insgesamt befördern,

  8. -    weil der private Bildungssektor als eigener Wachstumsmarkt in Deutschland große Entwicklungschancen und zigtausend Arbeitsplätze bietet,

  9. -    weil nur so dem Bedarf an Weiterbildung effizient Rechnung getragen wird, eine der wesentlichen Voraussetzungen zur Behebung des Fachkräftemangels ,

  10. -    damit die Freien Bildungseinrichtungen durch kostenbewusste und effiziente Angebote die öffentlichen Haushalte und seine Steuerbürger um dreistellige Millionensummen jährlich entlasten können.

 

Deshalb fordern wir, der VPH:

  • -    ein pluralistisches Hochschulsystem in Deutschland mit fairem Wettbewerb – zwischen den Hochschulen, um finanzielle Subventionen, um die besten Studenten – mit gleichem Zugang zu staatlichen Wettbewerben und Programmen (z.B. dem Hochschulpakt) sowie angemessener Vertretung in Wissenschaftsgremien wie der Wissenschaftlichen Kommission des Wissenschaftsrats, dem Akkreditierungsrat, dem Ausschuss für die Hochschulstatistik, dem Arbeitskreis „Deutscher Qualifikationsrahmen“ und dem Beirat Deutschlandstipendium durch ein eigenes Benennungsrecht,

  • -    die Autonomie der Hochschulen in allen Bereichen,

  • -    transparente und adäquate rechtsstaatliche Kriterien bei der Akkreditierung und zur Sicherung und Verbesserung der Qualität in Lehre und Forschung bei gleicher Behandlung privater und staatlicher Hochschulen und begrenztem Staatseinfluss,

  • -    bundesweit vergleichbare Kriterien der landesrechtlichen staatlichen Anerkennung unter Beachtung der Vorgaben der EU-Dienstleistungsrichtlinie, um vereinfachte Anerkennungsverfahren zu verwirklichen, Wettbewerbsverzerrungen zu verhindern und verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen,

  • -    eine weitergehende Erprobung der Modelle zur Subjektförderung,

  • -    eine akademische Weiterbildung ohne Quersubvention.