Verband der Privaten Hochschulen e.V.

Der Verband der Privaten Hochschulen e.V. (VPH) vertritt die Interessen der privaten Hochschulen in Deutschland. Er wurde 2004 gegründet und setzt sich für ein pluralistisches Hochschulsystem zum Wohle der Studierenden und der Gesellschaft ein. Er stellt die einzige Interessenvertretung der privaten Hochschulen in Deutschland dar.

30.03.2020SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm

Corona und die gute Seite des sozialen Fastens – Von Prof. Dr. Sabrina Krauss

Deutschland beginnt für viele Menschen jährlich nach Aschermittwoch die Fastenzeit. Gefastet wird rund 40 Tage, also nach Beendigung des Karneval bis hin zum Osterfest. In dieser Zeit verzichten viele freiwillig auf Alkohol, Fleisch oder andere Genüsse. Die Variationen des selbstverordneten Verzichts sind vielfältig. Auch der Zeitraum darf variiert werden.

Fasten liegt im Trend: bewusst auf liebgewonnenes verzichten. Den Körper oder den Geist entgiften – Stichwort Heilfasten. Ein Ansatz, der vielleicht auch den jetzigen Verzicht auf soziale Kontakte in einem anderen Licht erscheinen lassen kann. Wir alle sind aufgerufen, soziale Kontakte zu minimieren - haben keine Möglichkeit ein Café zu besuchen, haben keinen Zugang zu kulturellen oder anderen Unterhaltungsangeboten.

Wie wäre es, wenn wir diesen Zustand als `soziales Fasten´ betrachten? Eine Weile auf all das verzichten, was wir als selbstverständlich angesehen haben. Begegnungen, Gespräche von Angesicht zu Angesicht, gemeinsame Abende in freundschaftlicher Runde und vieles mehr. Den Zugang zu einem unerschöpflichen Angebot an Unterhaltung, Ablenkung und Spaß nicht einfach als gegeben hinnehmen. Der Existenz dieser schönen Möglichkeiten (wieder) Wertschätzung entgegen bringen.

Hand aufs Herz, wer hat nicht schon einmal in einem realen Treffen mit einer emotional wichtigen Person nebenbei über die digitalen Medien (Handy, etc.) mit jemand anderem kommuniziert? Wir wollen so oft alles, und überall und sofort, so dass die Momente, die uns gerade umgeben, nicht nur nicht wertgeschätzt, sondern einfach halbherzig gelebt werden. Wie sind Sie zuletzt mit ihren sozialen Kontakten umgegangen? Waren Sie immer ganz bei der Sache? Haben Sie vielleicht sogar manchmal die digitalen Varianten und Messenger-Dienste einer echten Begegnung vorgezogen?

Durch die Corona-Krise spüren wir nun alle schmerzlich, was uns die digitalen Medien eben nicht geben können – auch wenn sie in der jetzigen Situation sicherlich ein Segen sind. Natürlich ist dieses Fasten nicht frei gewählt und macht damit ein sich-darauf-einlassen sehr schwer. Aber was gewinnen wir durch innere Abwehr dieser Situation? Ärger hat selten die äußeren Umstände geändert, er kann aber durchaus unsere Stimmung - und sogar unsere Leistung - negativ beeinflussen. Ärger raubt uns Kraft. „Ich ärgere mich über die momentane Situation!“, wenn man einmal genauer hinsieht, wer da eigentlich wen ärgert, erscheint das Ganze wenig funktional.

Einige fernöstliche Kulturen glauben schon sehr lange an die positive Wirkung der Akzeptanz der Gegebenheiten, die jetzt gerade sind. Das ist keine Resignation. Selbst die Psychologie macht sich diesen Effekt in Therapie und Coaching zu Nutze. Es handelt sich dabei um eine, für den Moment, geänderte Sichtweise. Eine Perspektive, die weniger Ärger produziert und somit auch seltener Stimmungstiefs nach sich zieht.

Die Situation, mit all ihren Schwierigkeiten, für den Moment so zu nehmen wie sie ist und sie als Fastenzeit zu sehen, kann auf zweierlei Arten wirken: im ersten Schritt reduziert sich der Ärger durch die Akzeptanz der Situation und dann, im zweiten Schritt - also in klassischer Wirkweise einer Fastenkur - können wir uns bewusst machen, wie schön, vielfältig und bunt unser Leben normalerweise ist.

Statt zu betrauern, was nun gerade nicht ist, könnten Sie versuchen sich einmal deutlich zu machen, für was Sie alles dankbar sein können: die tollen Gespräche mit der besten Freundin oder dem besten Freund im Lieblings Café, der grandiose Italiener, bei man schon so manchen illustren Abend verbracht hat, die ausgelassenen Feste, die man mit Familie und Freunden ausgerichtet hat, etc.

Ja, diese Erlebnisse und Möglichkeiten fehlen gerade, aber sie waren da, sie haben wunderschöne Erinnerungen hinterlassen (die ihnen niemand mehr nehmen kann) und sie werden wieder kommen. Ob sie nach 14 oder 40 Tagen wieder möglich sein werden, kann heute noch nicht mit Sicherheit gesagt werden, aber stellen sie sich vor, wie sie sich dann – dank der jetzigen Situation – mit einer ganz anderen Haltung auf alle folgenden echten Begegnungen einlassen können. Wie Sie die Begegnungen danach wieder viel bewusster und noch intensiver genießen können. Wie klar dann der Unterschied zwischen realen und digitalen Begegnungen geworden sein wird.

Vielleicht veranlasst Sie diese soziale Fastenzeit auch dazu, sich ab jetzt zu entscheiden, ob Sie sich entweder Zeit für eine digitale- oder eine reale Begegnungen nehmen möchten, statt weiterhin zu versuchen, beides auf einmal zu leben. Das Smartphone in Zukunft bei echten Gesprächen einfach mal in der Tasche lassen. Auch den Umgang und Einsatz mit den digitalen Medien bewusster (er-) leben.

Im Sinne der positiven Psychologie sind Dankbarkeit, die Entscheidung für eine andere Sichtweise als die bisherige und der Fokus auf das, was gerade gut ist, wichtige Schlüsselfaktoren im Kampf gegen depressive Verstimmungen und andere Lebenskrisen. Eine geänderte Perspektive besitzt sogar die Fähigkeit, sich positiv auf die ganze Bandbreite der menschlichen Psyche auszuwirken.

Wie Sie mit dem sozialen Fasten umgehen, obliegt allein Ihnen. Sie haben natürlich das Recht, sich auch weiterhin zu ärgern. Selbstverständlich kann man Ängste auch nicht einfach abstellen, aber auch Ängste können besiegt werden und gerade dazu eignen sich oft andere Sichtweisen, wie vielleicht die hier beschriebene. Sie haben es in der Hand, das Hier und Jetzt hauptsächlich als Strafe oder als Chance auf eine neue Sichtweise und auf den bewussteren Umgang mit (zukünftigen) sozialen Kontakten zu sehen.

 

Zur Person: Prof. Dr. Sabrina Krauss ist Professorin für Psychologie und Studiengangleiterin für die Studiengänge „Arbeits- und Organisationspsychologie“ und „Psychologie“ an der SRH Hochschule Hamm. Sie ist seit mehr als 10 Jahren psychologische Beraterin unterschiedlicher Wirtschaftsunternehmen, insbesondere zu den Themen Digitalisierung und Change Management.

28.03.2020SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm

SRH-Experten-Interview mit Psychologie-Professorin und mit Professor für Sozialwissenschaft zur Corona-Krise

 

Die Corona-Krise hat die Welt verändert und man muss konstatieren, dass es für diese Situation keine einfache und schnelle Lösung geben wird, die Situation jedoch zum Teil massive Auswirkungen auf jeden einzelnen von uns hat. Einige Menschen leiden mehr, andere weniger, einige kommen gut mit der veränderten Situation zu Recht, andere hadern stark mit dem Schicksal. Der Dekan des Fachbereichs Sozialwissenschaft Prof. Dr. Johannes Emmerich und die Studiengangleiterin für Psychologie Prof. Dr. Sabrina Krauss lehren und forschen an der SRH Hochschule Hamm und standen uns für ein Interview zur Corona-Krise zur Verfügung.

Prof. Krauss, Ausgangssperren, Kontaktverbote und soziale Isolation widersprechen dem Wesen des Menschen. Welche Auswirkungen hat die soziale Isolation auf jeden Einzelnen?

Das ist schwer zu sagen, einfache „wenn-dann-Zusammenhänge“ gibt es in der Psychologie nicht. Der Wunsch nach Voraussagen und Prognosen ist dieser Tage noch größer als sonst, dennoch ist das Verhalten und auch das Erleben eines einzelnen Menschen immer gebunden an ein komplexes Zusammenspiel von eigner Persönlichkeit, Lebensgeschichte und aktueller Situation. Wenn Menschen zur Mittagszeit zum Beispiel in die Küche oder Kantine gehen, werden die meisten von ihnen dies wohl tun, um etwas zu essen. Es kann aber auch Personen geben, die lediglich etwas trinken oder jemanden suchen, etc. Die Psychologie lässt immer nur Prognosen für die Mehrheit zu – bei dem Versuch etwas für einen einzelnen Menschen voraus zusagen, bedarf es viel mehr Informationen und die Prognose ist immer sehr fehleranfällig. Die meisten Menschen werden durch die Isolation wahrscheinlich nur ein leichtes Unwohlsein oder genervt-sein erfahren. Aber selbst das hängt davon ab, wie sie gerade leben, in welcher Verfassung sie sich befinden.

Wie kann man die soziale Isolation erträglicher machen, welche Strategien gibt es?

Hier sollte man nicht nur – wenn auch gerade beliebt auf digitales zurückgreifen. Die Digitalisierung macht die jetzige Situation sicherlich an vielen Stellen besser, die Nutzung technischer Hilfsmittel ist allerdings kein Allheilmittel. Menschen sind soziale Wesen, denen Beschäftigung und Gespräche mit anderen gut tun. Sofern man in einer Familie oder WG lebt, könnte man zum Beispiel Gespräche zu vorher festgelegten Themen führen. Die Themen können frei gewählt werden: Tolle Erlebnisse aus dem letzten Jahr, eigene Ziele und Wünsche, etc. Aber auch kreative und handwerkliche Tätigkeiten wirken sich positiv auf die Psyche aus. Warum nicht einmal wieder etwas malen? Ein Gedicht schreiben oder die Nähmaschine aus dem Keller holen?

Kann man aus dieser Situation irgendwelche positiven Rückschlüsse für die Psyche ziehen?

Grundsätzlich ist das möglich, wichtig ist, sich nicht nur auf die Sorgen und Ängste zu fokussieren, sondern die gewonnene Zeit zu nutzen, um (wie oben benannt) handwerklich und oder kreativ tätig zu werden und sich auf die Ressourcen zu besinnen. Es liegt in der menschlichen Natur zuerst die Defizite und Mangelzustände zu sehen. In einer Krise wie der jetzigen natürlich besonders. Man könnte den Kreislauf aus Sorgen und Grübeln gezielt und willentlich unterbrechen, in dem man sich jeden Tag aufschreibt, was momentan gut ist – zum Beispiel: ich bin gesund, meine Familie ist bei mir, ich bekomme so viele Nachrichten von Menschen, die mich mögen, etc.

Welche Auswirkungen haben Kontaktverbote und Soziale Distanz auf Menschen mit Angststörungen oder Depressionen?

Auch hier ist eine Generalaussage schwierig. Nicht jede Angststörung gleicht der anderen und auch das depressive Spektrum hat viel Varianz in der Symptomatik. Günstig ist sicherlich: in Kontakt bleiben. Mit Ärzten, Beratern und – sofern möglich – mit der Familie.

Prof. Emmerich, schwelende soziale Konflikte brechen aus, Kinder verlieren das Gefühl für Gleichaltrige und weitere Auswirkungen im sozialen, zwischenmenschlichen Bereich werden offensichtlich. Sehen sie ein Zusammenrücken der Gesellschaft durch die Corona-Ereignisse oder in dieser bedrohlichen Situation eher den Hang zum Egoismus?

Dem Anschein nach scheint die Gesellschaft trotz Hamsterkäufen und Corona-Partys augenblicklich eher zusammenzurücken. Dafür spricht die hohe Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement und zur Nachbarschaftshilfe. Dieses Szenario ist für Krisenzeiten auch durchaus typisch. Der Grad der Solidarität hängt aber sicherlich vom Verlauf der Krise ab. Verschärft sich die Krise, werden viele Menschen vermutlich wieder vermehrt den Blick auf das eigene Wohl richten.

Glauben sie, dass die soziale Ungleichheit auch zu einer potentiell tödlichen Ungleichheit werden kann?

Nicht nur die Infektionswahrscheinlichkeit, sondern auch die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind ungleich verteilt. Putzdienste, Müllabfuhr, Supermarkt – hier ist die Ansteckungsgefahr größer und die Bezahlung vergleichsweise gering. Auch der Unterrichtsausfall trifft Familien je nach beruflicher Stellung unterschiedlich. Alleinerziehende und Familien, in denen beide Elternteile arbeiten müssen, können die gerade jetzt wichtige Begleitung der Kinder bei den Schularbeiten nur schwer gewährleisten.

Welche Auswirkungen sind in Flüchtlingsheimen und bei Obdachlosen zu befürchten?

Für Obdachlose sind die Folgen der Krise dramatisch. In den oft sehr engen Obdachlosenunterkünften herrscht hohe Ansteckungsgefahr, sodass einige Einrichtungen bereits geschlossen wurden. Als Ausweichmöglichkeit bleibt aber nur die Straße. In Flüchtlingsunterkünften erschweren räumliche Enge und teilweise auch Sprachbarrieren die Prävention. Zudem wirken Abgeschiedenheit, fehlende Freizeitaktivitäten und Zukunftssorgen gewaltfördernd, aber keineswegs nur in Flüchtlingsheimen. Viele Fachkräfte der Sozialen Arbeit befürchten eine Zunahme der häuslichen Gewalt im Zuge der Corona-Krise.

Vielen Dank für das Interview.

 

Zur Person Prof. Dr. Sabrina Krauss: Prof. Krauss ist Professorin für Psychologie und Studiengangleiterin für die Studiengänge „Arbeits- und Organisationspsychologie“ und „Psychologie“ an der SRH Hochschule Hamm. Sie ist seit mehr als 10 Jahren psychologische Beraterin unterschiedlicher Wirtschaftsunternehmen, insbesondere zu den Themen Digitalisierung und Change Management.

Zur Person Prof. Dr. Johannes Emmerich: Prof. Emmerich ist studierter Sozialpädagoge und promovierter Soziologe und seit mehr als 10 Jahren in der Lehre und Forschung im Hochschulwesen tätig. Er ist u.a. Mitglied der Deutsche Gesellschaft für Soziale Arbeit e.V. und seit 2017 ist er Dekan des Fachbereichs „Sozialwissenschaft“ an der SRH Hochschule Hamm.

24.03.2020SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm

Die digitale Version der sozialen Unterstützung in Zeiten von Corona - Von Prof. Dr. Sabrina Krauss

Würde man uns Menschen in der Tierhandlung kaufen können, stünde an unserem Käfig ein Schild mit der Aufschrift: nicht einzeln halten! In den letzten Tagen ist aber genau das von uns gefordert. Wir sind aufgerufen, die physischen zwischenmenschlichen Kontakte zu minimieren, nicht zuletzt unsere Bundeskanzlerin empfahl, dass z.B. Enkel ihren Großeltern einen Podcast aufnehmen könnten, um den sozialen Kontakt weiter aufrecht zu erhalten. Selbstverständlich besitzen Berührungen, zärtlicher oder freundschaftlicher Natur, die Fähigkeit, die Ausschüttung diverser HormonCocktails zu erwirken und sowohl dem Empfänger als auch dem Sender ein gutes Gefühl zu ermöglichen. Da diese Art der natürlichen Wohlfühl-Drogen nun eingeschränkt möglich ist, lohnt sich ein Blick auf die Wirkweisen der digitalen Zuwendung.

Digital meint an dieser Stelle die Kommunikation unter Zuhilfenahme technischer Geräte, deren Vielfalt in den letzten Jahren (Digitalisierung) zunehmend angewachsen ist und einigen Spielraum in der Auswahl und Wirkung einräumt. Für welches Medium Sie sich auch entscheiden, wichtig ist, dass Sie im Kontakt bleiben. Das Hören der Stimme geliebter Menschen kann ebenfalls die Ausschüttung einiger Botenstoffe in unserem Körper anregen. Egal was gesprochen wird, allein das Hören der Stimme hat bereits eine positive Wirkung. Zusätzlich zum bloßen Vorhandensein der Stimme, können die Trost und Zuversicht spendende Worte das gute Gefühl des Botschaften-Empfängers weiter verstärken. Ein Gespräch – doppelte Wirkung. Wenn Sie dann noch darauf achten, dass Sie zusätzlich zu den eigenen Worten auch noch zuhören und die Ängste und Sorgen des Anderen zunächst ohne Ratschläge entgegen nehmen, haben Sie ein hilfreiches Wirk-Trio auf den Weg gebracht, welches nicht nur dem Empfänger, sondern gleichermaßen dem Geber gut tut.

Bei den Messenger-Diensten können bei der bloßen Nutzung der Textfunktion zwar die Frequenzen der Stimme entfallen, dennoch bietet das In-Kontaktbleiben Raum für die Schilderung der eigenen Sorgen. Auch hier ist es wichtig, die Sorgen und Ängste des Anderen nicht klein- oder weg reden zu wollen. Es ist ok, wenn man als Zuhörer bzw. Leser der Messenger-Nachrichten keinen Rat weiß. Im Sinne der Ressourcenstärkung ist es zudem hilfreich, nach dem man eine Weile die Problematiken erörtert und viel zugehört hat, auch die stärkenden Momente des Tages oder der Situation zu thematisieren. Im Sinne der positiven Psychologie ist es überaus wirkungsvoll, vor allem in Krisenzeiten, sich auf die Dinge zu besinnen, die gerade gut laufen. Das kann zum Beispiel die Zeit mit der Familie sein oder die schöne Nachricht von einer nahestehenden Person. Üben Sie sich in Dankbarkeit für das, was Sie haben, für das, was oder wer Sie umgibt oder für die Menschen, die Ihnen zeigen, dass sie an Sie denken.

Aus Forschungsarbeiten im Grenzgebiet zwischen Medizin und Psychologie ist bekannt, dass die Art unseres Denkens durchaus einen Einfluss auf unser Immunsystem haben kann. Sich auf die Ressourcen zu besinnen, fördert also die Stimmung, wirkt sich positiv auf das Befinden aus und kann sogar das Immunsystem stärken.

Sie können selbst einiges dazu beitragen, dass es Ihnen und Ihren Mitmenschen weiter gut oder auch besser geht. Jemand anderem etwas Gutes zu tun, stärkt immer auch Sie selbst. Probieren Sie es doch gleich einmal aus.

Zur Person: Prof. Dr. Sabrina Krauss ist Professorin für Psychologie und Studiengangleiterin für die Studiengänge „Arbeits- und Organisationspsychologie“ und „Psychologie“ an der SRH Hochschule Hamm. Sie ist seit mehr als 10 Jahren psychologische Beraterin unterschiedlicher Wirtschaftsunternehmen, insbesondere zu den Themen Digitalisierung und Change Management.

23.03.2020SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm

Unsere Studierenden wollen jetzt studieren

Studieren an der SRH Hochschule Hamm während der Corona-Krise - Interview mit Rektor Prof. Dr. Lars Meierling

Prof. Meierling, was bedeutet die aktuelle Corona-Pandemie für Ihre Studierenden? „Für unsere Studierenden, aber auch für alle Kolleginnen und Kollegen der Hochschule bedeutet die aktuelle Situation natürlich eine große Herausforderung. Bevor wir diese Herausforderungen besprechen, sollten wir aber zunächst den vielen im Gesundheits- und Pflegebereich tätigen Menschen danken. Diese Menschen sind aktuell - und noch mehr als ohnehin schon grundsätzlich - Stützpfeiler unserer Gesellschaft. Diese Relation sollten wir immer beachten, wenn wir jetzt zum Beispiel über Herausforderungen im Bildungsbereich sprechen.“

Wie geht die SRH Hochschule in Hamm mit der Situation um? „Die Situation ist auch für unsere Studierenden und das Hochschulteam herausfordernd und war natürlich so auch nicht planbar. Unseren Studierenden hilft, dass wir bereits seit längerer Zeit sog. „Blended Learning Formate“ in der Lehre einsetzen. Das bedeutet, dass wir Präsenzlehre mit online-Lehre, Selbststudium und einer intensiven Beratung kombinieren. Mit unserem CORE-Prinzip setzen wir bereits seit längerer Zeit nicht nur auf eine starke Kompetenzorientierung, sondern auch auf Eigenverantwortlichkeit. Dadurch, dass wir die technischen Voraussetzungen wie digitale Lehr- und Lernplattformen schon früh geschaffen haben und die Lehrenden auch didaktisch hierauf geschult haben, können wir aktuell den Lehrbetrieb aufrecht halten.“

Heißt das, der Betrieb läuft wie immer? „Nein, aktuell ist nichts wie immer. Präsenzveranstaltungen finden natürlich auch bei uns nicht statt. Aber wir haben einen funktionierenden Lehrbetrieb. Neben online-Lehre stellen Lehrende zum Beispiel verstärkt Texte, Testaufgaben und andere Lektüren zur Verfügung und beschäftigen sich noch stärker als sonst mit Reflexion und Auswertung der Aufgaben, zum Beispiel per Video- oder Telefonkonferenz.“

Wie gehen andere Hochschulen mit der Situation um? „Hier kann ich nur für die Hochschulen unter dem Dach unserer gemeinnützigen Stiftung, der SRH sprechen. In diesen Hochschulen gehen alle Kolleginnen und Kollegen diesen oder einen vergleichbaren Weg. Ich weiß aber auch von Studierenden im persönlichen Umfeld, dass nicht überall die Lehre aktuell als online-Lehre erfolgt. Auch wenn Ableitungen aus dieser besonderen Situation sicherlich erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen sollten, wird sich nach meiner Überzeugung die Arbeitswelt ändern. Digitale Instrumente in Bildungseinrichtungen und entsprechend andere Lernformen werden keine Ausnahmen mehr sein.“

23.03.2020SRH Hochschule Heidelberg

Prof. Dr. Bernd Geier, Professor für Wirtschaftsrecht, Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Regulierung an der SRH Hochschule Heidelberg, erklärt, vor welchen großen Herausforderungen die Unternehmen stehen.

Ausgangssperren, Homeoffice, Kurzarbeit und Kreditanträge: Das Coronavirus sorgt bei den Wirtschafts-Unternehmen weltweit für schwere Symptome. Welche Fragen und rechtlichen Bedenken auf die Unternehmen einprasseln, das beschreibt Wirtschaftsrecht-Professor Dr. Bernd Geier von der SRH Hochschule Heidelberg.

Was passiert in den Unternehmen aktuell vor dem Hintergrund der Corona-Krise? Liquiditätsplanung und Risikomanagement stehen an erster Stelle der Wirtschaftsunternehmen weltweit. Sie bereiten sich mit Hochdruck auf die kommenden, schwierigen Wochen vor. Die im Infektionsschutzgesetz veranlassten Maßnahmen erreichen Grenzen, die gestern noch undenkbar waren. Unternehmen müssen dringend ihre Notfallpläne auch für die drohenden Ausgangssperren prüfen. Daneben drängen auch Vertragsfragen. Können Verträge gekündigt werden? Wie ist mit Leistungsstörungen, insbesondere in den Lieferketten, umzugehen? Besteht Versicherungsschutz? Solche Fragen halten das Management häufig bis tief in die Nacht beschäftigt. Täglich muss die Lage neu bewertet werden.

Welche Fragestellungen bringt das Home-Office mit sich? Home-Office und die gegebenenfalls kommenden Ausgangssperren stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Sie müssen klären, ob die Mitarbeiter über zu Hause über die erforderliche Infrastruktur verfügen und ob Anrufe überhaupt auf private Telefone umgeleitet werden können und dürfen. Wie wird der Datenschutz in der Privatwohnung sichergestellt? Wo enden Direktionsrechte des Arbeitsgebers? Ist der Betriebsrat vorab einzubinden? Ist die einseitige Anordnung von Home-Office zulässig und, falls ja, unter welchen Voraussetzungen? Notfallteams werden gebildet, die zusammen mit Betriebsrat, Datenschutz- und Compliance-Beauftragten sowie HR praktische Antworten auf diese komplexen Fragestellungen finden.

Welche rechtlichen Auswirkungen hat die Corona-Krise? Auch rechtlich sind die Wirkungen der aktuellen und kommenden Maßnahmen in ihrer Komplexität nicht zu unterschätzen. Häufig wird einfach behauptet, man könne nunmehr vom Vertrag zurücktreten. Das trifft jedoch nicht immer zu. Entscheidend ist nicht nur der Vertragsinhalt, sondern auch, wie die Verbotsmaßnahme konkret ausgestaltet sind - hier liegen sowohl nach Bundesland als auch gegebenenfalls nach Stadt Unterschiede vor. Entscheidend kann zum Beispiel sein, für wie lange die Anordnung aktuell erlassen wurde. Häufig wird man feststellen, dass gegebenenfalls nur eine sogenannte "vorübergehende rechtliche Unmöglichkeit" vorliegt, deren Behandlung in der Rechtswissenschaft höchst umstritten ist.

13.03.2020SRH Hochschule Heidelberg

Reaktionen auf Corona: Zwischen Panik und Vernunft


Prof. Dr. Nadia Sosnowsky-Waschek, Professorin für Gesundheits- und Klinische Psychologie an der SRH Hochschule Heidelberg, beschreibt das Phänomen der Risikowahrnehmung und den möglichen Umgang mit der Angst vor Corona.

Hamsterkäufe, Schulschließungen, Angst, überhaupt noch einen Schritt in die Öffentlichkeit zu gehen: Bei vielen Menschen ist die Panik ausgebrochen, dass sie sich mit dem Coronavirus anstecken könnten. Was nun hinzukommt, ist die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen und die Frage des Umgangs mit konkreten Alltagsherausforderungen. Eine Panikstörung im klinischen Sinne ist dies deshalb noch lange nicht, erklärt Prof. Dr. Nadia Sosnowsky-Waschek von der SRH Hochschule Heidelberg. Im Interview beschreibt die Psychologin, wie man das aufkeimende Bedrohungsgefühl erklären und was man dagegen tun kann.

Woher kommt dieses Bedrohungsgefühl in Bezug auf unsere Gesundheit?

Bei jedem Einkauf schätzen wir das Risiko ein, ob wir durch den Verzehr von Chips dick werden und gesundheitliche Schäden davontragen. Beim Autofahren entscheiden wir in Sekundenschnelle, ob wir es noch über die gelbe Ampel schaffen. Wie die Entscheidung ausfällt, hängt von verschiedenen Faktoren ab.  Zum einen davon, wie schwerwiegend wir die Folgen dieser Entscheidung für die Gesundheit einschätzen und wie wahrscheinlich es ist, dass wir diese Folgen überhaupt selbst tragen müssen. Verursacht die Packung Chips Diabetes und verkürzt sich dadurch die persönliche Lebenszeit? Bei vielen Alltagsentscheidungen wird das persönliche Gesundheitsrisiko eher als gering eingestuft. Also fahren wir über Gelb und legen die Chips in den Einkaufswagen. Solche Risikoabwägungen sind alltäglich, zugleich hocheffizient und für das Gehirn sehr energiesparend, weil sie uns vielfach das Leben erleichtern. Die Bewertung läuft nämlich oft ganz unbewusst, quasi automatisch.

Was ist bei der Bewertung des Coronavirus´ anders?
Im Falle des Coronavirus´ können wir nicht auf bewährte Alltagsroutinen zurückgreifen. Wir haben es mit der Bewertung eines Ereignisses zu tun, welches neu ist, im Vergleich zu vielen anderen Lebensrisiken selten auftritt und dessen potentielle gesundheitlichen Folgen wir für die eigene Person, unsere Familien und die Wirtschaft nicht einzuschätzen können. Das von solchen seltenen und neuen Ereignissen ausgehende Risiko wird typischerweise überschätzt, für deutlich häufiger auftretende, aber bekannte Risiken wird es hingegen eher unterschätzt.

Was beeinflusst noch die Risikowahrnehmung?
Es ist auch relevant, wie man die Kontrollmöglichkeiten einer Ansteckung einschätzt. Kann man sich durch die Desinfektion der Hände oder die Verwendung einer Maske wirksam schützen? Hängt eine Infektion überhaupt von meinem eigenen Verhalten oder dem anderer Menschen oder einfach nur vom Zufall ab? Durch immer neue Informationen seitens der Medien, berichtete Zwischenfälle oder Verbote entsteht bei vielen der Eindruck einer geringeren Kontrollierbarkeit des Ansteckungsrisikos und dessen Folgen. Bedenkt man die Unfreiwilligkeit der Exposition mit dem Virus, wird die Gefahr ebenfalls größer eingeschätzt. Einer Angst vor einem Flugzeugabsturz kann man ja dadurch entgehen, indem man Flugzeugreisen meidet. Aber reicht der eine Meter Abstand zu anderen Personen für die Eindämmung des eigenen Risikos? 
Angesichts der vielen neuen und manchmal auch widersprüchlichen Informationen fällt es uns schwer, ein endgültiges Urteil über die Situation abzugeben. Wir kommen nicht zur Ruhe, sind verunsichert. Kaum hat man sich einen Plan gemacht, wie man zur Infektionslage steht und wie man sich verhält, muss gegebenenfalls umgedacht werden.
Schließlich kommt noch unsere Persönlichkeit ins Spiel. Die Optimisten werden in dieser unsicheren Lage zunächst standhaft eine eher zuversichtliche Haltung vertreten, demnach alles schon irgendwie gut ausgehen wird. So betrachtet, ist die Angst vor dem Coronavirus eigentlich sehr rational. Sie ist die Folge vieler Bewertungsprozesse und die Folge der Anpassung an die neue Situation. Eine Panikstörung ist dies nicht, vielmehr versuchen wir Stress zu bewältigen beziehungsweise ein schwer fassbares Problem zu lösen.

Wie können wir mit dem Corona-Stress umgehen?

Was helfen kann, ist sicherlich zum einen, sich dieser Bewertungsvorgänge bewusst zu werden. Unser Denken und Fühlen steuern unser Verhalten oft unbewusst. Achtsam sein und sich einen Plan machen, wie Kontrolle im eigenen Alltag wiederhergestellt werden kann, kann den Anflug von `Panik´ senken. Neue Routinen wie zum Beispiel langes, gründliches Händewaschen, Verzicht auf Händeschütteln, Meiden von Menschenansammlungen und gleichzeitig eine positive Umgestaltung des Alltags können hilfreich sein – wie beispielsweise ein ruhiger Spaziergang im Wald, mal wieder ein Buch lesen, ein Bad nehmen.  Möglicherweise ist es auch sinnvoll, die Nachrichten nicht im Corona-Lifeticker am Handy zu verfolgen, sondern nur einmal am Abend oder nach einer anderen eigenen Vorgabe. Von der Flut neuer Informationen sollte man zwischenzeitlich pausieren können.

Kontakt: Janna von Greiffenstern, janna.vongreiffenstern@srh.de
www.hochschule-heidelberg.de

 

 

11.03.2020SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm

Vortrag zum Thema „Industrie 4.0“ an der SRH Hochschule Hamm

Am Montag den 23. März 2020 findet um 16.00 Uhr im Auditorium der SRH Hochschule Hamm ein Vortrag mit dem Thema „Industrie 4.0“ statt. Vortragender ist Herr Josef Kerkmann, ehemaliger langjähriger Schulleiter des Friedrich-List-Berufskollegs und seit dem Jahr 2011 Lehrender an der SRH Hochschule Hamm. Er nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Entwicklung der Industrie. Kernthema des Vortrages sind die Herausforderungen, die im 21. Jahrhundert durch industrielle Veränderungen an Wirtschaft und Gesellschaft gestellt werden.
Von der Entwicklung der Dampfmaschine aus nimmt Josef Kerkmann die Zuhörer mit durch die Meilensteine der Industrieentwicklung bis ins „Hier und Heute“ und gibt zudem einen Ausblick in eine mögliche Industrie der Zukunft. Noch steht die vierte industrielle Revolution am Anfang und niemand weiß, wo sie hinführt. „Ein Patentrezept hat auch die Politik nicht“, so Josef Kerkmann. Durch die „Industrie 4.0“ entstehen neue Wertschöpfungsketten und neue technische Errungenschaften führen zu zentralen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen, die gemeistert werden müssen. Insofern müssen Wirtschaft, Schulen, Hochschulen und Gesellschaft die weiteren Entwicklungen begleiten und mitgestalten.
Eingeladen sind neben den Studierenden der Hochschule auch alle Interessierten, die die Entwicklung der Industrie und ihre aktuellen und zukünftigen Herausforderungen für die Gesellschaft kennenlernen möchten. Der Eintritt ist frei, Getränke stehen den Gästen ebenfalls frei zur Verfügung.
Vortrag „Industrie 4.0“


Datum: Montag, 23. März 2020, 16.00 Uhr
Ort: Auditorium (EG) der SRH Hochschule Hamm, Platz der deutschen Einheit 1, 59065 Hamm

06.03.2020Verband der Privaten Hochschulen e.V.

EU will Rechte der Privaten Hochschulen in Europa stärken


Der Verband Privater Hochschulen in Deutschland (VPH) begrüßt die Stellungnahme der Generalanwältin am EuGH im Vertragsverletzungsverfahren gegen Ungarn wegen der Diskriminierung der privaten Central European University („Soros-Universität“).

Folgt der EuGH den Anträgen, was zumeist der Fall ist, hat dies weitreichende Folgen über Ungarn hinaus auch für die privaten Hochschulen in Deutschland und den anderen EU-Staaten.

Die Generalanwältin stellt in ihrer Stellungnahme u.a. fest, dass die EU-Mitgliedsstaaten in ihren Hochschulgesetzen folgende Rechte privater Hochschulen zu beachten haben und dass die EU-Kommission verpflichtet ist, auf die Beachtung dieser Rechte zu achten:

1.    In allen EU Mitgliedsstaaten ist die Gründung und der Betrieb privater Hochschulen als Ausdruck des Rechts auf Bildung nach Art.14.Abs.3 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union zu gewährleisten. Art.14 Abs.3 garantiert darüber hinaus den Bestand privater Hochschulen neben den staatlichen Hochschulen und die Vielfalt des Bildungsangebots im Hochschulwesen.

2.    In allen EU Mitgliedsstaaten ist gemäß Art.16 der EU-Charta die unternehmerische Freiheit zur Gründung und zum Betrieb privater Hochschulen zu gewährleisten. Das bedeutet, dass auch die „unternehmerische Seite und die kommerziellen Aspekte der Errichtung und des Betriebs der Hochschule geschützt wird “ und von den Mitgliedsstaaten bei der Zulassung, der Aufsicht und der Akkreditierung privater Hochschulen zu beachten ist.

3.    In der EU findet auf die Gründung und den Betrieb privater Hochschulen das GATS Anwendung (Allgemeines Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen der WTO). Danach dürfen die EU Mitgliedsstaaten private Hochschulen aus anderen Staaten bei der Zulassung und der Aufsicht nicht diskriminieren. Ihre hochschulrechtlichen Anforderungen an die Genehmigung und den Betrieb privater Hochschulen müssen verhältnismäßig sein.


4.    Für die Gründung und den Betrieb privater Hochschulen in der EU gilt die EU-Dienstleistungsrichtlinie. Nach Art.16. dieser Richtlinie dürfen die Hochschulgesetze der Mitgliedsstaaten für die Gründung und den Betrieb privater Hochschulen keine unverhältnismäßigen Anforderungen stellen.

5.    Die EU kann bei Verletzung von Rechten privater Hochschulen nach dem GATS angerufen werden, da sie für die Überwachung der Einhaltung dieser Bestimmungen in den Mitgliedsstaaten zuständig ist.

Die Stellungnahme der Generalanwältin entspricht weitgehend den langjährigen Forderungen des VPH an die Bundesländer in Bezug auf die Gewährleistung der Bildungsvielfalt, sowie die Anforderungen an die Zulassung, den Betrieb und die Akkreditierung privater Hochschulen.  Folgt der EuGH den Anträgen der Generalanwältin wird dies die Rechte und die Stellung der privaten Hochschulen in Deutschland deutlich stärken.