Verband der Privaten Hochschulen e.V.

Der Verband der Privaten Hochschulen e.V. (VPH) vertritt die Interessen der privaten Hochschulen in Deutschland. Er wurde 2004 gegründet und setzt sich für ein pluralistisches Hochschulsystem zum Wohle der Studierenden und der Gesellschaft ein. Er stellt die einzige Interessenvertretung der privaten Hochschulen in Deutschland dar.

22.08.2016MCI Management Center Innsbruck

MCI erhält weltweite Akkreditierung als Top Business School

Die zuständigen Gremien der in Tampa/USA ansässigen Akkreditierungsagentur AACSB Association to Advance Collegiate Schools of Business haben die weltweite Akkreditierung des MCI als Top Business School fix beschlossen. Zu den Gründungsmitgliedern von AACSB zählen unter anderem die Universitäten Harvard, Yale, Columbia, Chicago und Berkeley. Eine Kurzinfo findet sich hier.

Der Akkreditierung vorausgegangen ist ein fünfjähriges Begutachtungsverfahren mit besonderem Fokus auf Forschung, Lehre, Weiterbildung, Services, Employability, Unternehmensgründung usw. sowie der Verankerung und Wirkung der Hochschule in der Region und auf seine Stakeholder.

Besonders erfreulich ist, dass die Akkreditierung für die höchst zulässige Dauer von fünf Jahren und ohne Auflage ausgesprochen wird, was im Rahmen einer Erstakkreditierung nur selten der Fall ist.

Das MCI zählt damit zu den weltweit weniger als 5% aller Business Schools und Hochschulen mit wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten, die diese prestigeträchtige Auszeichnung tragen.


Kontakt: Dr. Susanne Lichtmannegger, Head International Relations
susanne.lichtmannegger@mci.edu

www.mci.edu

 

 

18.08.2016SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft Hamm

BTC AG und SRH Hamm kooperieren – Forcierung des Duales Studiums

Die SRH Hochschule für Logistik und Wirtschaft und das Unternehmen BTC Business Technology Consulting AG aus Oldenburg haben jetzt einen gemeinsamen Kooperationsvertrag geschlossen. Der Dekan des Fachbereichs Energie der Hochschule, Prof. Dr. Hans-Friedrich Hinrichs, und Ingmar Bergmann, verantwortlicher Senior Manager der BTC AG haben sich auf eine Zusammenarbeit im Bereich der dualen Ausbildung auf akademischem Niveau geeinigt.

Der Vertrag sieht eine Kooperation bei der Durchführung des dualen bzw. berufsbegleitenden Studiums vor. Dieses besteht aus einem theoretischen Studium an der Hochschule und aus betrieblichen, praxisorientierten Phasen. Die Ausbildung erfolgt in den jeweiligen Studiengängen der Hochschule und in Praxisphasen im Unternehmen, insbesondere in den Bereichen der studienintegrierenden Module durch Ausarbeitung von Case Studies und während der Durchführung der Bachelor- und/oder Masterarbeit. „Innovationen sowie die Gewinnung, Aus-  und Weiterbildung von qualifizierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sind entscheidende Bestimmungsfaktoren für Wachstum und Erfolg im IT-Consulting“, so der verantwortliche Senior Manager Ingmar Bergmann von BTC. Dies setze eine intensive Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft voraus.

Die Vertragspartner möchten mit der Kooperation einen gemeinsamen Beitrag zur Innovation sowie deren praktischer Umsetzung in der Energiewirtschaft leisten. Beide Partner werden aktiv bei der Verzahnung der Hochschulausbildung und der betrieblichen Praxis zusammen arbeiten. Zielgruppe sind insbesondere Personen, die einen akademischen Hochschulabschluss (Bachelor oder Master) mit gleichzeitiger berufspraktischer Erfahrung erwerben wollen. „Diese Zusammenarbeit ist von hohem Interesse für alle Seiten und zum gegenseitigen Vorteil angelegt“, sagte Prof. Hinrichs abschließend.

Kontakt: andre.hellweg@fh-hamm.srh.de
www.fh-hamm.de

 

 

11.08.2016MCI Management Center Innsbruck

MCI erneut beste Hochschule Österreichs

Universum Ranking 2016 weist Management Center Innsbruck erneut als beste Hochschule Österreichs aus - Einzige Hochschule Österreichs in zwei der drei Kategorien auf Platz 1 des Universum Rankings 2016
Einen neuerlichen internationalen Erfolg kann das Management Center Innsbruck (MCI) verzeichnen. Das soeben erschienene internationale Universum Ranking („Universum Talent Survey“) weist das MCI als beste Hochschule Österreichs aus: Als einzige Hochschule Österreichs hat es die Unternehmerische Hochschule® in zwei von drei Kategorien auf Platz 1 geschafft.
 
Platz 1 gibt es für das MCI in der Kategorie „Strongest Focus on Employability“. Diese Kategorie bewertet eines der Kernthemen an der Unternehmerischen Hochschule®, nämlich die Arbeitsmarktfähigkeit und Karrieremöglichkeiten ihrer Absolventen/-innen. Die Studierenden gaben Bestnoten für Attribute wie Fokussierung auf professionelle Entwicklung, unternehmerisches Denken und Handeln, Vernetzung mit der Wirtschaft, hohe Beschäftigungsrate nach Abschluss des Studiums, praxisgerechte Ausbildung oder den Ruf der Hochschule bei potenziellen Arbeitgebern.
 
Platz 1 erzielt das MCI auch in der Kategorie „Best Career Service“. Hier ist die Unternehmerische Hochschule® sogar die einzige Hochschule Österreichs, die von den Studierenden mit dem unerreichten Spitzenwert von 8,2 Punkten ausgezeichnet wird. Damit lässt das MCI auch so renommierte Universitäten wie die WU Wien oder die TU Graz hinter sich. Der österreichweite Schnitt liegt bei 6,4 Punkten.
 
Platz 2: Besonders erfreulich sind auch die Resultate in Bezug auf die Kategorie „Most Satisfied Students“, also die allgemeine Zufriedenheit der Studierenden mit ihrer Hochschule dar. Die Studierenden der Unternehmerischen Hochschule® vergeben hier 8,3 Punkte, während der österreichische Wert bei 7,3 Punkten liegt. Ähnlich hoch ist die Weiterempfehlungsrate für das MCI mit hervorragenden 8,6 im Gegensatz zu österreichweiten 7,7 Punkten. Könnten die Studierenden ihr Studium noch einmal beginnen, würden beeindruckende 89 % erneut das MCI wählen. Die Gesamtbewertung reiht die Unternehmerische Hochschule® auf Platz 2.
 
Das neuerliche Spitzenranking für die Unternehmerische Hochschule® deckt sich mit den Ergebnissen zahlreicher Umfragen, Rankings und Auszeichnung der letzten Jahre. Wissenschaftlichkeit, Praxisnähe, Leistungsbekenntnis, Internationalität, professionelles Service und konsequente Qualitätssicherung stehen am MCI seit jeher im Vordergrund. Beispielgebende Studienpläne und moderne Didaktik, die internationale Zusammensetzung von Lehrenden und Studierenden, die enge Vernetzung mit der Wirtschaft, ein leistungsfähiges Career Center und vielfältige Student Services bilden zentrale Säulen der erneuten Auszeichnung von Universum.
 
UNIVERSUM mit Sitz in Stockholm ist ein globaler Spezialist für Employer Branding und untersucht im jährlichen Universum Talent Research unter anderem die Zufriedenheit der Studierenden mit ihrer Hochschule. 2016 wurden weltweit in 58 Ländern 1,5 Millionen Studierende und Young Professionals befragt. In Österreich nahmen über 20.000 Studierende und Young Professionals an der Studie teil.
 
Statements:
 
Brigitte Huter, Leiterin MCI Career Center: „Diese Auszeichnung bestätigt unser Konzept, die Studierenden bei einem optimalen Start ins Berufsleben zu unterstützen. Unsere Studierenden schätzen besonders die zahlreichen Möglichkeiten, mit zukünftigen Arbeitgebern in Kontakt zu treten. Deshalb suchen wir offen und kreativ den Dialog mit Unternehmen, um unser Career-Netzwerk weiter auszubauen.“
 
Brigitte Auer, Leitern MCI Qualitätsmanagement: „Am MCI legen wir großen Wert darauf, dass unsere Leistungen internationalen Standards entsprechen. Das erfreuliche Ergebnis des Universum Talent Research bestärkt uns darin, die Qualität und den Ausbau des Angebots in Lehre, Forschung, Weiterbildung und Services kontinuierlich voranzutreiben.“
 
Andreas Altmann, MCI Rektor: „Die Auszeichnung gebührt unserem gesamten Team und nicht zuletzt dem klaren Bekenntnis unserer Studierenden sowie unserer Träger und Stakeholder zu Internationalität, Leistung, Ergebnisorientierung, Engagement und Verantwortung.“
 
Weitere Infos & Bilddownload


Kontakt: Ulrike Fuchs, ulrike.fuchs@mci.edu
www.mci.edu

 

 

10.08.2016Verband der Privaten Hochschulen e.V.

praxisHochschule Rheine: Zweiter Kaminabend der praxisHochschule zum geplanten Pflege-Gesetz

Am 27. Juli fand in der „Weißen Villa“ in Rheine der zweite Kaminabend der praxisHochschule unter Schirmherrschaft von Staatssekretär Karl-Josef Laumann statt.

„Durch eine generalistische Ausbildung die Pflegeberufe stärken“ lautete das Thema des zweiten Kaminabends der praxisHochschule am Campus Rheine. Karl-Josef Laumann, Staatssekretär im Gesundheitsministerium und Beauftragter der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten und Bevollmächtigter für Pflege, begrüßte als Schirmherr den erlesenen Kreis aus Pflegedirektoren, Pflegedienstleitern und Krankenhaus-Geschäftsführern am Campus Rheine der praxisHochschule. Die praxisHochschule hat zum 1. Januar 2016 Standort und Studiengänge der dortigen ehemaligen Mathias Hochschule übernommen.

„Wir brauchen ganz dringend mehr Pflegekräfte. Deshalb müssen wir den Zukunftsberuf Pflege auch zukunftsfähig machen“, so Laumann in seinem Impulsvortrag. „Ich bin fest überzeugt, dass dies mit der aktuellen Reform möglich ist. Wenn diese jedoch scheitert, dann war‘s das. Das Thema packt in den nächsten zehn Jahren keiner mehr an.“ Für Laumann wäre das ein Desaster. Sein Plädoyer fiel eindeutig aus: Ohne eine Reform in der Pflegeausbildung werde Deutschland große Probleme bekommen.

„Pflege hat eine übergeordnete gesellschaftliche Bedeutung. Ich kann nur hoffen, dass sich die Politik ihrer Verantwortung bewusst ist und dass das neue Pflegegesetz nicht aus politik-taktischen Überlegungen an die Wand fährt“, appellierte der Geschäftsführende Gesellschafter der praxisHochschule Prof. Dr. Werner Birglechner an die politischen Akteure. „Unsicherheit bei den Rahmenbedingungen ist Gift für alle Unternehmen – auch für Hochschulen. Wir wollen unseren Modellstudiengang Pflege zügig an gesetzliche Rahmenbedingungen anpassen. Hierzu brauchen wir schnellstmöglich Planungssicherheit.“

Auch dieses Mal wurde der Kaminabend dank sommerlicher Temperaturen zum Grillabend im Garten der Weißen Villa umfunktioniert - dem kurzen Regenschauer hielten die Gäste mit großer Contenance stand und tauschten sich im Anschluss an den Vortrag von Laumann bei dem extra aus dem Rheinland importierten Kölsch lebhaft aus.

Das neue Pflege-Gesetz

Der Gesetzentwurf sieht eine neue, generalistische berufliche Pflegeausbildung mit einem einheitlichen Berufsabschluss sowie einer einheitlichen Finanzierung mit Schulgeldfreiheit und Ausbildungsvergütung und die Einführung eines Pflegestudiums als Ergänzung zur beruflichen Pflegeausbildung vor. Es soll eine neue, generalistisch ausgerichtete berufliche Pflegeausbildung mit einem Berufsabschluss eingeführt werden, der die bisherigen Ausbildungsgänge in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege ablöst. Die neue Berufsbezeichnung lautet dann „Pflegefachfrau“ oder „Pflegefachmann“.

Der Studiengang Pflege wird am Standort Rheine angeboten. Alle Informationen finden Sie hier

Kontakt: Stephanie Sobola, s.sobola@praxishochschule.de
www.praxishochschule.de

 

 

09.08.2016MCI Management Center Innsbruck

MCI erneut Spitze im europäischen Hochschulvergleich

Renommierter Trendence Graduate Barometer Europe 2016 weist Spitzenwerte für die Unternehmerische Hochschule® aus – herausragende Zufriedenheit der Studierenden – Studienqualität,  Internationalität, Praxisnähe und Karrierechancen werden besonders hervorgehoben
 
Erneut kann sich das Management Center Innsbruck (MCI) über Spitzenbewertungen im europäischen Hochschulvergleich freuen. Im soeben erschienenen Trendence Graduate Barometer Europe 2016 setzt sich das MCI mit einem Ergebnis von 2,1 beeindruckend vor den österreichweiten (2,5) und den europäischen (3,0) Durchschnittswert. Die verwendete Skala reicht von 1=sehr zufrieden bis 7=sehr unzufrieden.
 
Das MCI punktet insbesondere bei folgenden Qualitätskriterien: Internationalität der Ausbildung, Engagement und Kompetenz Professoren/-innen, Praxisorientierung, Karriereangebot/Career Services und studentische Aktivitäten.
 
Die ausgezeichneten Zufriedenheitswerte korrespondieren mit einer traumhaft hohen Weiterempfehlungsrate: 92,7 % der MCI-Studierenden würden ihre Hochschule weiterempfehlen.
 
Mit dem MCI freut sich Univ.-Prof. DI Dr. Bernhard Tilg, Landesrat für Wissenschaft und Eigentümervertreter: „Die Top-Platzierungen des MCI in internationalen Rankings beweisen, dass diese Bildungseinrichtung zu den Aushängeschildern in Tirol zählt. Das MCI ist ein wichtiger Baustein im Bildungs- und Wissenschaftsmosaik Tirols, denn es trägt ganz wesentlich dazu bei, Top-Fachkräfte auszubilden und so den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Tirol zu stärken.“  Günther Platter, Landeshauptmann von Tirol, ergänzt: „Ein herzliches Dankeschön an Rektor Andreas Altmann und sein Team für ihr Engagement. Ich gratuliere zu diesem großartigen Erfolg und wünsche für die Zukunft weiterhin alles Gute und viel Erfolg!“
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Kontakt: Ulrike Fuchs, ulrike.fuchs@mci.edu, www.mci.edu

28.07.2016Verband der Privaten Hochschulen e.V.

Ausschreibung Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung 2016: „Chance Vielfalt! Bildung für gelingende Integration – Fokus Flüchtlinge“

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat gemeinsam mit der Deutschen Bahn und der Deutschen Telekom den „Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung 2016“ ausgeschrieben. Gesucht werden zukunftsfähige Konzepte, mit denen die Integration von Menschen mit Migrations- und/oder Fluchthintergrund nachhaltig unterstützt und Vielfalt gefördert wird.

Bildungseinrichtungen können sich bis zum 15. August 2016 in einer von vier Kategorien bewerben: frühkindliche Bildung, schulische Bildung, berufliche Bildung oder hochschulische Bildung. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury von Bildungsexpertinnen und -experten aus Unternehmen, Wissenschaft, Stiftungen und Politik.
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06.07.2016Verband der Privaten Hochschulen e.V.

Mitgezählt, aber nicht mitbedacht

Die Zahl der Studenten an privaten Hochschulen steigt in Deutschland seit Jahren. Doch bei der finanziellen Unterstützung halten sich Bund und Länder zu stark zurück, zeigt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) in einer Studie. Den Privathochschulen gingen deshalb allein 2013 rund 197 Millionen Euro verloren.
Ein Plus von 200 Prozent seit 2005: Die Zahl der Einschreibungen an privaten Hochschulen ist deutlich stärker gestiegen als die an den öffentlichen – sie kamen im selben Zeitraum lediglich auf einen Zuwachs von 35 Prozent. Inzwischen entscheidet sich jeder zwölfte Studienanfänger in Deutschland für eine private Alternative; rund ein Viertel aller deutschen Hochschulen ist privat – insgesamt 117. In Berlin sind es rund zwei Drittel, in Hamburg die Hälfte.

Finanziell profitieren davon jedoch vor allem die öffentlichen Hochschulen. Denn auch die steigenden Studierendenzahlen an den privaten Hochschulen fließen in den Hochschulpakt ein, über den Bund und Länder die Hochschulen finanziell fördern – je mehr zusätzliche Studenten gemessen am Jahr 2005, desto mehr Fördermittel für das jeweilige Bundesland. Die Gelder fließen dann aber fast ausschließlich an die öffentlichen Hochschulen, zeigt die IW-Studie. Gegenwärtig finanzieren sich die privaten Hochschulen zu drei Viertel aus Studiengebühren. Lediglich gut elf Prozent ihres rund 919 Millionen Euro umfassenden Budgets stammen aus Bundes- und Länderkassen. “Dabei leisten die privaten Hochschulen einen wichtigen Beitrag zur flexiblen Hochschulausbildung“, sagt IW-Hochschulexpertin Christiane Konegen-Grenier.

Doch lediglich Schleswig-Holstein reicht die Bundesmittel aus dem Hochschulpakt komplett an seine privaten Hochschulen weiter, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zumindest teilweise. In allen anderen Bundesländern gehen die Privathochschulen im Hochschulpakt leer aus, belegt die IW-Studie. „Das muss sich dringend ändern“, fordert IW-Expertin Konegen-Grenier. „Alle Länder müssen die Bundesmittel aus dem Hochschulpakt vollständig weitergeben.“

http://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/beitrag/privathochschulen-mitgezaehlt-aber-nicht-mitbedacht-291941

 

 

02.07.2016Verband der Privaten Hochschulen e.V.

praxisHochschule unterstützt Modellprojekt „Hilfsmittelpass" der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

Die praxisHochschule engagiert sich gemeinsam mit dem Klinikum Ibbenbüren beim Modellprojekt „Hilfsmittelpass“ der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. Ibbenbüren wird Modellregion der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Am bundesweiten Tag gegen den Schlaganfall, am 10. Mai, erhalten die ersten Patienten am Klinikum Ibbenbüren einen Hilfsmittelpass. Die Schlaganfall-Hilfe will ihn nach der Testphase bundesweit einführen.

Jährlich erleiden 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Die Volkskrankheit ist die häufigste Ursache für Behinderungen, viele Betroffene sind nach dem Schlaganfall auf Hilfsmittel angewiesen. Doch die optimale Versorgung bleibt ein Manko unseres Gesundheitssystems. An der Behandlung und Versorgung eines Patienten sind viele Spezialisten beteiligt.

„Eine Zusammenarbeit über die so genannten Sektoren hinweg ist jedoch nicht selbstverständlich“, erläutert Christina Habig, Projektleiterin der Schlaganfall-Hilfe. „Häufig ist der Patient selbst das Medium, das die Informationen von A nach B tragen muss“. Schwierig werde es dann, wenn er dazu nicht in der Lage ist. Und das trifft auf den Großteil der Patienten zu, sie sind medizinische Laien. Schlaganfall- Patienten sind hiervon in besonderer Weise betroffen.

Denn diese Patienten sind oft ihr Leben lang auf Behandlung, Therapie oder Hilfsmittel angewiesen. Gerade die Versorgung mit Hilfsmitteln ist ein komplexes Thema. Hilfsmittel müssen immer individuell angepasst werden, und im Verlauf der Erkrankung können sich Änderungen im Bedarf ergeben. Studien zeigen, dass viele Hilfsmittel schon nach kurzer Zeit ungenutzt in der Ecke landen - traurig für die Patienten, teuer für die Gesellschaft.

Ärzte, Therapeuten und Sanitätshäuser kommunizieren über den Pass

Ein zusätzliches Problem: der Markt an Hilfsmitteln ist heute so groß und spezialisiert, dass sich nur noch Experten wirklich damit auskennen. Umso wichtiger ist es, dass alle an der Versorgung Beteiligten ein Medium haben, über das sie kommunizieren können. Der neue Pass in Heftgröße (DIN A5) enthält alle wichtigen Informationen über Therapien, Therapieziele, Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel des Patienten und dokumentiert die Entwicklungen im Zeitverlauf. Alle Beteiligten können Eintragungen vornehmen. Klinik-, Fach- und Hausärzte, Therapeuten und Sanitätshausmitarbeiter können auf diese Weise miteinander kommunizieren. Datenschutz ist gewährt, denn der Patient ist Besitzer des Passes und Hüter seiner Daten. Die Testphase läuft jetzt am Klinikum Ibbenbüren (Betriebsstätte St.-Elisabeth- Hospital) an. Chefarzt Dr. Florian Bethke und sein Team der Neurologischen Klinik Ibbenbüren werden den Pass an 80 Patienten der Stroke Unit (Schlaganfall- Station) ausgeben, sofern diese bereit sind, an dem Modellprojekt teilzunehmen. „Das gibt uns die Möglichkeit, über den Aufenthalt in der Akutklinik hinaus etwas für die Patienten zu tun“, freut sich Bethke.

praxisHochschule begleitet Modellprojekt durch Forschung

In rund sechs Monaten wird die Gruppe dann durch Prof. Dr. Michael Wessels von der praxisHochschule Campus Rheine zu ihren Erfahrungen befragt. „Ein spannendes Projekt“, urteilt der Hochschullehrer, „ weil es einen echten Mehrwert für die Patienten und die Versorger bieten kann“. Auch eine Kontrollgruppe von 80 Patienten ohne Heil- und Hilfsmittelpass wird interviewt. So erhalten die Projektpartner Aufschluss darüber, wie sehr die Patienten von dem Pass profitieren können, und bekommen gleichzeitig Rückmeldungen zur Optimierung des Passes. Unterstützt wird das Projekt durch das Netzwerk Schlaganfall Steinfurt e.V. (NeSSt). „Wir freuen uns, dass die Schlaganfall-Hilfe uns als Modellregion ausgewählt hat“, sagt dessen Vorsitzender Daniel Koopmeiners aus Rheine. „In der Schlaganfall-Nachsorge können wir noch einiges optimieren, deshalb haben wir das Projekt von Beginn an unterstützt“.

Mit den im nördlichen Kreis Steinfurt gemachten Erfahrungen wird die Deutsche Schlaganfall-Hilfe den Hilfsmittelpass überarbeiten, um ihn 2017 deutschlandweit allen Patienten anbieten zu können.

Stephanie Sobola
Leiterin Hochschulmarketing & Kommunikation
praxisHochschule – Ein Unternehmen der Klett Gruppe
Neusser Str. 99 – 50670 Köln
Tel.: 0221 5000 330-31
Mobil: 0151 6496 2991
E-Mail: s.sobola@praxishochschule.de
www.praxishochschule.de

Weitere Informationen zum Projekt Hilfsmittelpass:

Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
Projektleiterin Christina Habig
Tel.: 05241 9770-43
E-Mail: christina.habig@schlaganfall-hilfe.de



Klinikum Ibbenbüren – Klinik für Neurologie
Chefarzt Dr. Florian Bethke
Tel.: . 05451 52-1400
E-Mail: f.bethke@klinikum-ibbenbueren.de